und ein rasches Ende der fossilen Subventionen
Die heurige europäische Hitzewelle im Sommer hat erneut vor Augen geführt, dass die Extremwetterereignisse aufgrund des menschengemachten Klimawandels intensiver und häufiger werden. Entschlossener, rascher Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der Klimagerechtigkeit den südlichen Ländern gegenüber, die bereits jetzt besonders von den Folgen betroffen sind, und gegenüber den zukünftigen Generationen. Er ist auch eine Frage des Selbstschutzes und – angesichts der Kosten der Unwetterkatastrophen in Europa in Milliardenhöhe – eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft.
Als Mitglieder der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich ermutigen wir die österreichische Regierung zu einer ambitionierten Klimapolitik, die der internationalen Verantwortung des Landes als auch der Verantwortung gegenüber der eigenen Bevölkerung gerecht wird. Konkret fordern wir die Regierung und das Parlament dringend dazu auf,
endlich ein wirksames Klimaschutzgesetz „mit Biss“ zu beschließen, einschließlich rechtlich verbindlicher Reduktionsziele für alle Sektoren, verbindlicher Maßnahmen bei Zielverfehlung und der Einrichtung einer unabhängigen Kontrolle der Zielerreichung.
Ebenso fordern wir die österreichische Regierung auf, alle direkten und indirekten Subventionen für fossile Brennstoffe (z.B. Dieselprivileg, Agrardiesel, Firmenwagenprivileg, Pendlerpauschale, Förderungen von Gasheizungen usw.) so rasch wie möglich vollständig zu streichen und die eingesparten finanziellen Mittel für den Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Diese umfassende Reform muss im Rahmen eines Gesamtpakets von Maßnahmen erfolgen, durch das die soziale Ausgewogenheit sichergestellt wird.
Als Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen wir uns an die Seite der jungen Generation, die um eine lebbare Zukunft kämpft. Um der Forderung nach einer entschlossenen, ambitionierten Klimapolitik und einem Ende des Zögerns und Blockierens Nachdruck zu verleihen, rufen wir die Mitglieder unserer Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie die breite Bevölkerung dazu auf, am kommenden Klimastreik am 10. Oktober 2025 der „Fridays For Future Austria“ teilzunehmen und damit kraftvoll und öffentlich sichtbar für Klimaschutz einzutreten.
Unterstützende in alphabetischer Reihenfolge:
Hacer-Nur Akpinar, Gemeinschaft Junger Muslime Österreich der IGGÖ
Bischof Michael Chalupka, Evangelische Kirche A.B. in Österreich
Thomas Fiedler, Vorsitzender, Plattform Interreligiöse Begegnung (PFIRB)
Katholische Aktion Österreich
Katholische Jugend Österreich
Stefan Schröckenfuchs, Superintendent, Evangelisch-Methodistische Kirche Österreich
Weihbischof Stefan Turnovszky, Erzdiözese Wien
Prof. Gerhard Weißgrab, Präsident, Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft